Explorationstraining bei visuellem Neglect: Eine Pilotstudie zur Wirksamkeit eines visuellen Explorationstrainings mit langsamer optokinetischer Stimulation
Eine Diplomarbeit
präsentiert in der
Fakultät Pädagogik, Philosophie, Psychologie
an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg
von
Anton L. Beer
Februar 2000
Zusammenfassung
Bisherige Studien zeigten, dass Patienten mit visuellem Neglect kurzfristig von langsamer optokinetischer Stimulation profitieren. Diese Studie untersuchte die Wirkung eines längerfristig angelegten Trainings mit langsamer Hintergrundbewegung. 12 Neglectpatienten wurden zufällig auf zwei Behandlungsgruppen aufgeteilt. Eine Gruppe erhielt ein herkömmliches visuelles Explorationstraining (VET) bestehend aus den drei Teilen Sakkadentraining, Explorationstraining mit Suchaufgaben und Lesetraining. Die zweite Gruppe erhielt dasselbe visuelle Explorationstraining zusammen mit einer gleichförmigen Hintergrundbewegung (VET&HB). Mehrere Vor- und Nachtests zum visuellen Neglect wurden durchgeführt. Der Trainingsverlauf wurde mit einem Durchstreichtest dokumentiert. Bei der VET&HB-Gruppe zeigten sich nach dem Training signifikante Verbesserungen in mehreren Tests. Verbesserungen bei der VET-Gruppe waren im Vergleich dazu nur marginal signifikant. Die Verlaufsuntersuchung zeigte bei der VET&HB-Gruppe einen deutlichen und bei der VET-Gruppe nur einen geringen Trainingsgewinn.
Die Ergebnisse dieser Arbeit wurden veröffentlicht in:
Keller, I., Beer, A. L. & Kerkhoff, G. (2003). Optokinetische Stimulation bei visuellem Neglect. Neurologie und Rehabilitation, 9 (6), 272-279. (siehe Veröffentlichungen)
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